Hamburg von oben

Hamburg kurios

Uhrzeitmonster, Riesenbrüste, UFOs, Hakenkreuze…Sind sie Ihnen schon mal bei einem Spaziergang durch Hamburg aufgefallen? Nein? Jeden Tag gehen wir daran vorbei und bemerken es nicht. Alles eine Frage der Perspektive. Wir haben uns die Mühe gemacht und uns mit Hilfe von Google Earth in die Lüfte über Hamburg begeben, um all diese skurrilen, interessanten, ungewöhnlichen Plätze zu erforschen.

Wie gut kennen Sie Hamburg?

Erraten Sie auf Anhieb, um was es sich hier handelt?

1. Ist es ein Tarnkappenflugzeug, ein Papierflieger oder eine Pfeilspitze?

alsterschwimmhalle

Es ist das Dach der Alsterschwimmhalle, Hamburgs größten öffentlichen Schwimmbades, im Volksmund auch “Schwimmoper“ genannt. Das Tragwerk, bestehend aus zwei hyperbolisch-paraboloiden Schalen auf drei Stützen, gehört mit seinen Ausmaßen zu den Größten weltweit.

2. Woran erinnert es? An einen Stern, Andruck eines Siegelringes oder eine Sonne?

astra turm

Es ist der Astraturm, ein 17 geschossiger Büroturm zwischen den Landungsbrücken und der Reeperbahn auf St. Pauli. Von der Dachterrasse aus hat man einen umwerfenden Blick auf die Elbe und den Hafen.

3. Als würde das offene Maul eines Urzeitmonsters alles verschlucken wollen…

behoerden umwelt energie stadtentwicklung wilhemsburg

Nein, es ist das hochmoderne, 200 Meter lange Verwaltungsgebäude der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und anderer Behörden. Das 2013 für die IBA Hamburg fertiggestellte Gebäude soll ein Vorreiter in Sachen Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit sein.

4. Mistagbel, Kerzenleuchter?

betreutes wohnen groß borstel

Fritz Schumacher, Hamburgs prägendster Architekt, Stadtplaner und Baudirektor zeichnet sich für dieses Klinkergebäude von 1931 verantwortlich, in dem sich heute die Seniorenwohnanlage Groß Borstel befindet.

5. Lasst uns Domino spielen!

grindelhochhaeuser

Ursprünglich als Quartier für britische Besatzungstruppen samt Familien nach dem 2. Weltkrieg geplant, wurden die 12 Hochhäuser in Harvestehude vom Hamburger Senat 1946 als Deutschlands erste Wohnhochhaussiedlung in Auftrag gegeben. Heute sind die sog. Grindelhochhäuser denkmalgeschützt und beherbergen neben Wohnungen auch öffentliche Einrichtungen und Gastronomie.

6. Ein schöner Flickenteppich, oder?

containerterminal waltershof

Diese kleinen bunten Steinchen sind Frachtcontainer auf dem Containerumschlagplatz in Waltershof, einer Landzunge im Hamburger Hafen. Tag und Nacht werden hier Container umgesetzt, die vorher vom Zoll mit Röntgenstrahlen auf Schmuggelware und Drogen geprüft werden. Der Containerterminal Waltershof ist voll computergesteuert und Hamburg der größte Containerumschlagplatz Europas.


7. Ist in Hamburg etwa ein UFO gelandet?

cfel

Noch nicht. Aber in Bahrenfeld sucht man die Zukunft. Das kreisrunde ultramoderne Forschungszentrum, das Center for free electron laser science (CFEL), in dem die Wissenschaftler der Uni Hamburg, des Max-Planck Instituts und des DESY mit und an Lichtquellen experimentieren, verfügt u. a. über ein transparentes Dach und schwingungsgedämpfte Laborräume.

8. Ein Geodreieck im Herzen der Hansestadt

deichtorcenter

Von der Straße aus gesehen erinnert das Deichtorcenter, ein modernes Bürogebäude zwischen der Innestadt und der Hafencity, eher an ein Schiff. Die Glasfassade des preisgekrönten Bauwerks ist ein echter Eyecatcher.

9. Hat Super Mario hier seine Finger im Spiel?

bundeswehr universitaet

Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Es ist das Komplex der „Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg, in dem die Führungsriege der Bundeswehr ausgebildet wird. Der Focus liegt hier auf der Forschung und Lehre in den Bereichen von Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaften.

10. Verschleierung erwünscht?

volksbank arena

Der ehemalige Eishockeyclub Hamburg Freezers hatte bis 2016 hier seine Trainingsstätte, daher auch das gigantische Freezers-Logo auf dem Dach der Halle. Aktuell wird die Volksbank Arena u. a. für verschiedene Events, Kindergeburtstage, Eislaufarena oder als Trainingshalle des Handball Sport Vereins e. V. genutzt.

11. Sieht ein wenig aus, als hätte jemand Wüstendünen schwarz und violett angemalt

hansaport

Im Hansaport in Hamburg Altenwerder werden jährlich ca. 14 Mio. Tonnen Schüttgut umgeschlagen. Eisenerz und Kohle werden hier von ankommenden Schiffen entladen und auf der Schiene oder mit Binnenschiffen weitertransportiert.

12. Was vielleicht wie eine bunte Telefondose aussieht, ist in Wirklichkeit…

jva billwerder

Ein Gefängnis. In der Justizvollzugsanstalt Billwerder können 803 Strafgefangene, ursprünglich nur Männer, seit 2016 auch Frauen, untergebracht werden. Die JVA ist auch der Arbeitsplatz von ca. 370 Menschen im Vollzugsdienst, als Lehrkräfte und im medizinischem Bereich.

13. Irgendwie wie ein griechischer Buchstabe, nur welcher?

internationaler seegerichtshof

Bestimmt nicht! Der an der Elbchaussee gelegene und zur Elbe hin geschwungener Baukörper, mit einer Fassade aus Stahl Aluminium und Glas, beherbergt den Internationalen Seegerichtshof. Dieser regelt in erster Linie die friedliche Nutzung der Meere und ist ein Geschenk von Hamburg und Deutschland an die Weltgemeinschaft.

14. Geht diese Sonne gerade auf oder unter?

wasserlichtspiele plantenunblomen

Weder, noch! Die Wasserorgel der Wasserlichtspiele im Park Planten und Blomen kommt immer kurz nach Sonnenuntergang zum Einsatz.
Zwei Pumpen saugen das Wasser aus dem Becken an. Durch 99 Wasserdüsen wird das Wasser in virtuosen Formen versprüht. Am „Lichtklavier“ sind 762 Scheinwerfer mit bis zu 500 Watt in Schaltgruppen unterschiedlicher Farbe zusammengefasst. Jeweils zwei Künstler setzen die Arrangements um: Einer bewegt die Wasserfontäne über die Regler, der andere spielt das „Lichtklavier“. Die Wasserlichtspiele finden von Mai bis September statt.

15. Was wie ein Helm aus dem alten Sparta aussieht, ist…

schlickdeponie feldhofe

Ein Hügel, der sich aus Elbsedimenten zusammensetzt. Teilweise giftiger Hafenschlick (Schwermetalle, halogenierte Kohlenwasserstoffe) wird aus dem Hafenbereich der Elbe geholt, um die Schiffbarkeit dieser Wasserstraße zu gewährleisten. Durch das Baggergut soll hier in Moorburg ein Schlickberg von 38 Metern Höhe entstehen.

16. Wofür steht wohl diese Buchstabenkombination?

tss hochhaeuser hausbruch

In dem knapp 1Quadratkilometer großen Gebiet rund um die 70er Jahre Hochhäuser von Neuwiedenthal leben heute ca. 13.000 Menschen, 60% davon mit Migrationshintergrund. Ganz in der Nähe befindet sich Deutschlands letzte funktionierende Reeperbahn (Tauwerksherstellung).

17. Plattgefahrenes Michelinmännchen?

rudolf steiner schule bergstedt

Die Rudolf-Steiner-Schule Bergstedt ist eine von 12 Schulen in Hamburg, die nach den Prinzipien der Waldorfpädagogik unterrichten. Weltweit gibt es etwa 1080 Waldorfschulen, die meisten von Ihnen in Deutschland (234)

18. Schere fällt in den Brunnen

airport parkhaus p1

Stand hier Schnick, Schnack, Schnuck Modell? Es ist das Parkhaus P1 am Hamburger Flughafen, das sowohl von Kurz- als auch von Langzeitparkern genutzt werden kann. Stundentarif: 5 Euro, 1 Woche 75 Euro

19. Ein Gehirn auf drei Beinen

peter doehle reederei

Direkt am Nordufer der Elbe wurde auf dem Gelände der ehemaligen Elbschlossbrauerei im Jahr 2005 der neue Firmensitz der Peter Döhle Schiffahrts-KG eingeweiht. Neben der Umgestaltung des Altbaus „Neue Mälzerei“ wurde mit 3 Tiefgeschossen und 2 Obergeschossen ein Neubau für Büros, Tiefgarage, Sportclub und Kantinenbereich geplant. Auf den Decken der Untergeschosse entstand eine großzügige Terrassenlandschaft, auf den Dächern der Obergeschosse eine streng klassizistische Parklandschaft.

20. Hier kann man der Fantasie freien Lauf lassen. Für den Einen sind es zwei Kirschen, der Schelm erkennt hier zwei pralle Brüste

vattenfall kraftwerk moorburg

Kohlekreislager des Kohlekraftwerks Moorburg klingt hier schon weniger aufregend. Das Heizkraftwerk Moorburg kann mit einer möglichen Produktion von bis zu elf Milliarden Kilowattstunden fast den kompletten Strombedarf Hamburgs decken. Im April 2017 hat der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass die Genehmigung für das Kraftwerk fehlerhaft ist, da die Umweltverträglichkeit nicht korrekt geprüft worden sei. Konkret sei die Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) verletzt worden, da Auswirkungen auf bestimmte Fischarten nicht ausreichend geprüft wurden.

21. V wie Victory?

signal iduna city nord

Zentral zwischen Innenstadt und Flughafen befindet sich die City Nord: Ein mit vielen Grünflächen ausgestatteter Bürogebäudekomplex nach New Yorker Vorbild und seit Mai 2013 unter Denkmalschutz steht. In diesem buchstabenförmigen Bürogebäude hat Versicherer Signal Iduna einen seiner Standorte.

22. Ein Stern für Langzeitmieter

santa fu stern

Vier Zellentrakte und eine Backsteinkirche, die zu diesem Gebäude der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel, auch „Santa Fu“ genannt, gehören. Die Anstalt verfügt über 800 Haftplätze im geschlossenen Vollzug. Die Gefangenen, die hier einsitzen, verbüßen Haftstrafen ab 3 Jahren aufwärts.

23. Hm, irgendwie ein wenig unglücklich gelöst...

swastika haus wilhelmsburg

Eine Swastika (Glücksbringer) ist ein Kreuz mit vier etwa gleich langen, einheitlich abgewinkelten Armen. Solche Zeichen, das älteste von etwa 10.000 v. Chr., wurden in Asien und Europa, seltener auch in Afrika und Amerika gefunden. Im Hinduismus, Jainismus und Buddhismus wird die Swastika bis heute als religiöses Glückssymbol verwendet. Die völkische Bewegung deutete das Hakenkreuz antisemitisch und rassistisch. Im Anschluss daran machten die Nationalsozialisten ein nach rechts gewinkeltes Hakenkreuz 1920 zum Kennzeichen der NSDAP und 1935 zum zentralen Bestandteil der Flagge des Deutschen Reiches.

Von oben betrachtet, erinnert das Hybridhaus im Inselpark in Hamburg Wilhelmsburg an eine Swastika, oder ein Hakenkreuz eben. Dies hat jedoch keinen politischen Hintergrund, sondern ist den Lichthöfen in den Einbuchtungen, die Tageslicht in jedes Zimmer transportieren sollen, geschuldet.
Das Swastika-Haus belegte beim WohnbauPreis Hamburg 2013 den ersten Platz, weil es ein besonders nachhaltiges Projekt ist.

24. Eine 9? Eine 6?

Hamburger Welle

Die markant geschwungene Gebäudeform, „Hamburger Welle“, ist ein Bürohaus im Stadtteil Hohenfelde. In dem zentralen Kreisbau und dem sich anschließenden halbkreisförmiger Baukörper arbeiten u. a. Anwälte, Personalberater und Ärzte.

25. Eine Raupe, die sich durch ein Blatt frisst?

planetarium

Seit 1930 in einem ehemaligen Wasserturm untergebracht, zählt das Planetarium Hamburg mit seinen verschiedenen Programmen und Veranstaltungen weit über 300.000 Besucher pro Jahr. Von der Aussichtsplattform im 8. Stockwerk genießt man einen Rundblick über ganz Hamburg. Die Elbphilharmonie, die Kirchtürme der Stadt, City Nord, Flughafen Hamburg, die Jahn-Kampfbahn, die Mundsburg-Türme und die Sichtachse des Hamburger Stadtparks sind vom Planetarium bis zum Stadtparksee im Blickfeld.

26. Sowas wie ein Sheriff-Stern

polizeipräsidium hamburg

Das Hamburger Polizeipräsidium zog nach fast 40 Jahren im Hochhaus am Berliner Tor 2001 nach Alsterdorf. Das neue Gebäude, ein Rundbau mit zehn sternförmig angefügten Blöcken, ist ein Entwurf von BRT Architekten (Jens Bothe, Kai Richter und Hadi Teherani). Der Baukörper erinnert in der Aufsicht an einen Polizeistern.

27. Seit über 100 Jahren in Hamburg, von innen haben es nur einige wenige gesehen

santa fu kreuz

Im vorletzten Jahrhundert gebaut und heute als Gefängnis für Langzeitinsassen in Betrieb, die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Der Spitzname „Santa Fu“ leitet sich von der Abkürzung „St. Fu.“ ab, die für die alte Bezeichnung Strafanstalt Fuhlsbüttel steht.

28. Eine Stadt in der Stadt

steilshoop hochhaeuser

Wie die Schwingen eines Raubvogels breiten sich die Plattenbauten der Großwohnsiedlung von Steilshoop auf dem Gelänge eines ehemaligen Kleingartenvereins aus. 22.000 Menschen leben hier. Die Quote der Minderjährigen, Ausländer, Hartz 4-Empfänger und der Arbeitslosen liegt hier deutlich über dem Hamburger Durchschnitt. Die Jazz und Modern Dance-Sparte des GFG Steilshoop e. V. ist über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt und mehrfacher Hamburger und Norddeutscher Meister.

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